Content Recycling: Warum du deine Inhalte wiederverwerten solltest

Aktualisiert: 22. Juni 2021


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Als ich vor einiger Zeit in einer Facebook-Gruppe (es ging um die Keyword-Challenge von Lilli Koisser) in die Runde gefragt habe, was die Teilnehmerinnen unter dem Begriff Content Recycling verstehen würden, waren die ersten beiden Antworten: Müll verwerten & Recycling von Altwaren.


Na wumms. Das musste ich erstmal verdauen - mit diesen Antworten habe ich nicht gerechnet!


Mir ist bewusst geworden, dass ich hier noch ganz viel Aufklärungsarbeit leisten muss.


Bevor wir aber in die Welt des Content-Recyclings eintauchen, möchte ich noch einen Schritt rückwärts machen und bei der Definition von “Content” selbst anfangen.

 

Was ist überhaupt Content?


"Content" (“Inhalt”) ist einfache Nachricht oder Information, verpackt in einem speziellen Format um das Publikum oder die Zielgruppe zu erreichen.


Content-Marketing ist eine Marketingform und hat seinen Fokus auf dem Teilen von Informationen und Nachrichten bzw. Mitteilungen.


Dabei geht es immer um den Mehrwert und das Storytelling. Die Leserin hat ein Problem, sucht nach einer Lösung und findet Content dazu. Beim Content-Marketing geht es mehr um das Publikum als um die Erstellerin selbst.


Die Vorteile von Content-Marketing liegen auf der Hand:


  1. Interesse erwecken: Durch guten Content wird die Leserin stimuliert und sie kann somit Interesse für Produkt und Dienstleistungen zeigen.

  2. Herstellen einer Beziehung zu den Kundinnen: Durch das Ansprechen von konkreten Problemen mit passenden Lösungsvorschlägen wird eine Beziehung zwischen Content-Erstellerin und Kundin aufgebaut.

  3. Content-Marketing baut Vertrauen auf: In weiter Folge fühlt sich die Kundin abgeholt und verstanden. Sie vertraut dir, deiner Marke und deinem Produkt bzw. Dienstleistung.

  4. Content ist so viel mehr als nur ein Blogartikel: E-Books, YouTube Videos, vlogs, Social Media Posts, Artikel, Whitepapers, Livestreams, Webinare, Infografiken, Präsentationen ... und und und. All das ist Content, da eine bestimmte Information an die Zielgruppe gerichtet und weitergeben wird.


Was ist also Content Recycling?


Auf den ersten Blick kann man sich unter diesem Begriff wohl eher nicht so viel vorstellen. Wenn du aber selbst gerade im Online-Business oder Content-Marketing unterwegs bist, kannst du wahrscheinlich etwas mehr damit anfangen.


In einem Satz erklärt ist Content Recycling die Transformation von vorhandenen Inhalten in neue Formate. So weit so gut.


Das heißt: Damit beliebte Beiträge, Videos oder Podcastfolgen nicht mehr in den Tiefen deines Website-Archivs verschwinden, bekommen sie ein neues Outfit verpasst und lassen sich somit ganz wunderbar wiederverwerten.


Um nun noch konkreter zu werden, bedeutet Content Recycling also die Wiederverwertung von bestehenden Inhalten:


  • Aus jedem Stück von kreiertem Inhalt ziehst du den größtmöglichen Nutzen

  • Es gibt verschiedene Formen, zahlreiche und kreative Wege der Wiederverwertung

  • Beim Recyclen geht es also auch darum, mehr Menschen/Leserinnen/Zuhörerinnen zu erreichen, indem man sie da abholt wie sie am liebsten mit dir kommunizieren wollen (Video, Text, Audio...)

4 Beispiele für Content Recycling


Nehmen wir einmal an, dass dein Hauptfokus auf der Erstellung von Videos liegt. Du veröffentlichst z.B. alle zwei Wochen ein neues Video, das du dann auf Youtube stellst. Im Folgenden möchte dir zeigen, was du alles aus nur einem Video herausholen kannst:


  1. Du kannst die Tonspur deines Videos als Podcast wiederverwenden

  2. Du kannst einzelne Audio/Videoclips erstellen und diese als Mini-Videos in deine Social-Media-Kanäle posten.

  3. Du kannst das Transkript des Videos in einen Blogartikel verwandeln.

  4. Du kannst mit den wichtigsten Punkten deines Videos Infografiken erstellen und diese wiederum in den Blogartikel oder als Social Media Post wiederverwerten.


Genau das ist auch das Hauptmerkmal von Content Recycling: Der Original-Inhalt (Video) wird neu verpackt und obendrauf noch mit Mehrwert versehen.


Dadurch entstehen neue Formate, die nur für sich stehen und wieder auf anderen Kanälen ausgespielt werden können. Wie du merkst, sind der Kreativität hier keine Grenzen gesetzt.


6 Vorteile in der Zusammenarbeit mit einer VA

5 Vorteile, wenn du deinen Content nochmal verwendest


1. Du bist überall


Ok, das klingt spooky. Aber keine Sorge. Was ich damit meine, ist, dass du nicht nur auf einen Kanal beschränkst, sondern die Möglichkeit hast, deine Inhalte zu streuen.


Man liest überall von dir und deinem Content - und das ist gut so!


2. Der Faktor "Zeit"


Es liegt auf der Hand, dass Recycling auch Zeit braucht. Das ist vollkommen klar und soll auch nicht schön geredet werden.


Wichtig dabei aber ist: Es ist besser, du wendest Zeit auf, um deinen gut recherchierten und ausformulierten Artikel in unterschiedlichen neuen Formaten aufzubereiten als wenn du einfach nichts damit machst.


Die Grundarbeit ist nämlich schon getan: Du hast ein Konzept erstellt, wichtige Punkte erarbeitet und musst sie jetzt einfach nur noch in neue Formate setzen.


Auf lange Zeit gesehen, hast du mehr davon als wenn du permanent nur produzierst und sonst nichts mehr damit machst.


3. Du erreichst unterschiedliche Typen von Konsumenten


Der Zauber im Content Recycling besteht unter anderem darin, dass du die Möglichkeit hast, unterschiedliche Lern-Typen anzusprechen.


Es gibt Menschen, die lieber sehen, hören oder lesen als andere. Und genau das kann dein großer Vorteil werden, weil du alle Typen auf unterschiedliche Art und Weise ansprechen kannst.


Der visuelle Typ liebt Videos.

Der akustische Typ hört lieber Podcasts oder Audiogramme.

Der schriftliche Typ mag viel lieber Blogartikel.


4. Du sprichst ein größeres Publikum an


Stell dir vor, dass du deine Inhalte immer nur auf einem Kanal verbreiten würdest. Du schreibst z.B. regelmäßig Blogartikel und stellst diese auch auf deiner Website online.


Was passiert?


Du sprichst auch immer nur die gleichen Personen an, nämlich die, die auf deiner Website landen.


Wenn du aber deine Inhalte besser streust und noch zusätzliche Kanäle bedienst, wie z.B. Social-Media-Kanäle (Facebook/Instagram/YouTube/LinkedIn) - dann erreichst du ein anderes Publikum und erweiterst ganz automatisch deine Reichweite.


5. Du musst nicht alles alleine machen


Vielleicht denkst du dir: Ok, ich schaffe es mit Mühe und Not meinen Content zu erstellen - woher soll ich dann die Zeit nehmen, um diesen noch zu verwerten?


In einem ersten Schritt kannst du probieren, deinen Content selbst zu verwerten. Das macht übrigens durchaus Sinn - somit weißt du, was und wie viel Arbeit dahinter steckt.


Wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist, dir Hilfe zu suchen, könntest du z.B. genau diese Arbeit an eine virtuelle Assistentin (VA) auslagern. Du lieferst nur noch den Haupt-Content und deine VA macht den Rest! Wie du eine passende VA finden kannst, kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen.


Hast du schon Erfahrungen mit Content Recycling gemacht?


Ich freue mich über deinen Kommentar!


Alles Liebe ❤

Michaela


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