12 fabelhafte Tipps für weniger Stress als selbständige Mama



Wie du mit einfachen Tricks zu weniger Stress & mehr Balance in deinem Business gelangst


Kennst du das Gefühl, manchmal vor lauter Stress unter Strom zu stehen und nicht mehr klar denken zu können?


Ja, dann gehts dir ja wie mir! Als zweifache Mama ist Stress sowieso schon zum alltäglichen Begleiter geworden & mit der Selbstständigkeit im Rücken gebe ich ehrlich zu: der Stress wird nicht weniger!


Im Folgenden erfährst du 12 einfache und selbst erprobte Tipps, wie du in stressigen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren kannst.


 

Was verstehe ich überhaupt unter Stress?


Ich weiß zum Beispiel, dass Stress nicht nur schlecht ist. Mit einem gewissen Stresslevel bin ich sogar produktiver und effizienter. Wenn sich aber punktueller, positiver Stress zu Dauerstress entwickelt, kann das gefährlich werden.


Denn ich weiß auch, dass der Grad zwischen punktuellem und andauerndem Stress ganz schnell & unbemerkt überschritten werden kann. Ich fühle mich mit dann sofort unwohl oder überfordert sobald zu viel von negativem Stress vorhanden ist.


Bei mir wirkt sich das dann so aus: Ich werde unrund, kann mich nicht mehr richtig konzentrieren und mein Umfeld leidet. Außerdem, und das stört mich am meisten, kann ich nicht mehr richtig abschalten. Ich denke nur noch an die Dinge, die noch erledigt werden müssen oder die gerade viel Aufmerksamkeit brauchen - und das auch der Zeit, in der ich offiziell nicht mehr arbeiten sollte.



Mit welchen Stressfaktoren hat eine selbstständige Mama zu kämpfen?



1. Der Drang nach Perfektion


Perfektionismus - ich kenne nur wenige Mütter, die nicht perfektionistisch veranlagt sind. Wir wollen nur das Beste für unser Kinder und lassen uns dabei zu sehr von äußerlichen Idealbildern beeinflussen. Wir können immer noch viel besser sein - so wird uns das ständig vorgegaukelt.


Die beste Mutter, die liebende Ehefrau, die effiziente Angestellte, die perfekte Putzfrau, die verlässliche Tochter/Schwester… als Frau und Mutter müssen wir so viele Rollen einnehmen, das einem ganz schwindelig dabei wird 😅


Auch ich erliege dem Drang der Perfektion immer wieder - eine saubere Wohnung wenn Gäste da sind, war für mich immer ein Muss. Ein perfektes Abendessen mit Vor-, Haupt & Nachspeise war für mich Standard.


Aber hast du etwas bemerkt? Ich schrieb “war” 🤓


Inzwischen fühle ich mich nicht mehr schlecht dabei, wenn die Wohnung nicht picobello ist.


Liegen am Boden noch Brösel herum? Ist doch egal! Hauptsache, meine Kinder haben gut gegessen und sind satt.


Muss es immer ein 3-gängiges Mittag- oder Abendessen sein? NEIN! Es reicht auch, wenn man sich eine Pizza bestellt oder die Besucherinnen bittet, einen Teil des Abendessens mitzunehmen.


Oder man lädt seine Gäste einfach nur zu Kaffee & Kuchen ein. Es muss ja nicht das komplette Programm sein: Es darf auch einfach und unkompliziert sein!



2. Finanzen


Das Thema Finanzen, ich gebe es zu, ist eines der Themen, das mich mit Abstand am meisten stresst. Denn hier geht es, im Vergleich zu den anderen Punkten um die Existenz.


Keine Arbeit -> kein Einkommen -> keine Wohnung -> kein Essen (Bei diesem Thema kann ich mich ganz schnell in Horrorszenarien versetzen).


Als Angestellte hatte ich mir weniger Sorgen um die Finanzen gemacht - mein Gehalt landete ja jeden Monat pünktlich auf meinem Konto.


Als Selbstständige sieht das ganze aber anders aus 😅. Ich stehe ja noch ganz am Anfang, das ist klar. Aber wenn es um die Finanzen geht, bin ich derzeit nicht wirklich in meiner Komfortzone 🙄.


Ich arbeite zur Zeit ganz intensiv daran. Zum Beispiel habe ich einer Zeit sehr einen aufschlussreichen Money Archetype Test von Denise Duffield gemacht.


Mein Quick-Tipp dazu: Situation annehmen und positiv denken!



3. Immer mit dem Kopf im Business


Tja, mir geht es wahrscheinlich genau so wie ganz vielen selbstständigen Müttern: Unsere Köpfe sind sowieso schon so voll mit vielen Themen rund im Kinder, Schule, Kindergarten, Krankheiten, Haushalt, Essen etc… und so ganz nebenbei gesellt sich noch unsere eigenes Business hinzu: das ist wirklich eine Herausforderung!


Und leider führt das alles auch dazu, dass man immer, aber wirklich immer daran denkt, was noch zu tun ist, welche Dinge noch abgeschlossen werden müssen, etc.


Gefolgt von spontanen Einfällen oder Ideen, die auch irgendwie notiert oder verarbeitet werden sollten.


Das stresst und ist anstrengend!



4. Für alles zuständig sein


Neben den unzähligen Rollen, die eine Frau, gewollt oder ungewollt, einnimmt kommt natürlich auch noch hinzu, dass viele selbstständige Mütter, so wie ich, Einzelunternehmerinnen sind und nicht nur gefühlt, sondern auch in der Realität für alles zuständig sind: Marketing, Verkauf, Buchhaltung, Website, Social Media … das ist einfach megastressig, keine Frage!


Dazu kommt noch, dass permanent und unentwegt Entscheidungen getroffen werden müssen. An das muss ich mich immer noch gewöhnen 😅


Aus meiner langen Zeit als Mama und meiner noch kurzen Zeit als Selbstständige habe ich trotzdem einige Möglichkeiten gefunden, wie ich einfacher Stress abbauen und somit zu mehr Entspannung - sowohl beruflich als auch privat - finden kann.

12 Tipps für weniger Stress in der Selbstständigkeit



1. Finde deine Routine und halte dich dran


Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit ist Routine leider ein Fremdwort. Es wird aber besser! Jetzt, nach einigen Wochen stellt sich so etwas für eine Routine ein und ich finde es eine große Erleichterung zu wissen, dass z.B. ich Montag und Freitag nur meinem Business widme und ich nur zwischen Dienstag und Donnerstag an Kundinnenprojekten arbeite.


Das sind Routinen, die ich erarbeitet habe und an die ich mich versuche zu halten! Zeit für das eigene Business ist genauso wichtig für die Zeit für Kundinnen - nimm sie dir!



2. Ruhezeiten & Pausen einfordern und nützen


Mir wird immer klarer, dass ich ganz BEWUSST Ruhezeiten und Pausen machen und auch einfordern muss. Zuviel ist irgendwann zuviel. Das bedeutet aber auch, dass ich meinen Partner, Oma oder Opa & andere Familienmitglieder darum bitten muss, mich z.B. mit den Kindern zu unterstützen oder andere Dinge zu erledigen, zu denen ich einfach nicht komme.


Für mich ist das auch immer noch schwierig, weil ich immer alles selbst gemacht habe, aber es wird besser :-)


Wenn die eingeforderten Pausen dann endlich da sind, sollten diese auch wirklich gut genützt werden - diese Zeit ist so unfassbar wertvoll!


Überlege dir, was du wirklich gerne machst und was dich sofort entspannen würde. Bei mir sind das ganz klar Handarbeiten. Für längere Nähprojekte (Nähen ist mein Lieblingshobby) sind die Pausen meistens doch zu knapp aber, was sich aber immer ausgeht sind z.B. Knüpfarbeiten wie Makramee, Stricken, etc...


Mein Kopf schaltet bei Handarbeiten komplett ab - probiere es aus!



3. Mit Sport & Freizeit Kraft tanken


Am Wochenende ist Freizeit und Familienzeit angesagt - diese Zeit muss drin sein. Mindestens 2 Tage Pause tut dem Kopf gut und man kann wieder frisch in die Woche starten. Auch wenn sich manchmal am Wochenende Momente ergeben, wo ich Zeit hätte, zu arbeiten, versuche ich ganz bewusst, es nicht zu tun. Es gelingt nicht immer, aber dafür umso öfter 😊


Meine absolute Lieblingssportart ist das Laufen: Ab in die Laufschuhe und los gehts! Das ist der einfachste und beste Sport in der Welt - für mich! Eine 5-km-Runde ist irgendwie immer drinnen und man läuft dem Stress im wahrsten Sinne des Wortes einfach davon. Dazu noch einen tollen Podcast oder Laufmusik: einfach herrlich!


Was ich zusätzlich noch sehr gerne mache sind 2 bis 3 kurze Yoga-Einheiten pro Woche. Das entspannt, dehnt, lockert und tut einfach gut. Am liebsten mache ich Yoga mit Mady Marrison. Sie bietet eine große Anzahl an kostenlosen Youtube-Videos die einfach nur perfekt sind für schnelle Yoga-Quickies untertags!



4. Auf gesunde Ernährung achten


Es ist ein böser Kreislauf: Je stressiger die momentane Situation ist, desto ungesünder ernähren wir uns. Ist dir das schon aufgefallen? Und je ungesünder wir uns ernähren, desto mehr stressen wir unseren Körper - langfristig gesehen. Hier beisst sich die Katze in den Schwanz.


Daher gilt: Du musst nicht zum Ernährungsapostel werden, aber schau, dass du dich gut ernährst, ganz nach dem Motto:


Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Winston Churchill)

Mein Ernährungstipp für stressige Mamas: Ernähre dich nach den Prinzipien der TCM (Traditionelle chinesische Medizin). Katharina Ziegelbauer hat ganz wundervolle Tipps, wie gesunde Ernährung auch einfach gehen kann.



5. Ausreichend Schlaf bekommen


Ok. Schlaf ist ein schwieriges Thema, wenn man Kinder hat, die nicht gut schlafen 😴 Ohne Schlaf geht bei mir aber einfach nichts - ich werde nervös, grantig, die Konzentration lässt nach…


Was mir hilft, immer dazwischen mal hinlegen und die Nächte eine Zeit lang auch an den Partner abgeben. Mamas müssen nicht alles selber machen 💪



6. Grenzen setzen lernen


“Tut mir leid, dass kann ich nicht machen.”


“Nein, das geht sich leider nicht aus.”


“Heute geht es nicht, aber gerne ein anderes Mal.”


Ja, liebe selbstständige Mama: Du darfst auch mal NEIN sagen!

Sowohl zu deinen Kundinnen, als auch zu deinen Lieben. Es ist klar, dass das Nein-Sagen-Lernen ein Prozess ist und nicht von einen auf den anderen Tag geht. Denn:


Es ist deine Zeit und du bestimmst, was damit passiert!

Mein Tipp: Bevor du eine Antwort (egal ob ja oder nein) gibst, lass die Zeit und überlege gut, mit welchem Aufwand die Anfrage bzw. Bitte verbunden ist.


Erst dann entscheide - ohne Schuldgefühle und schlechtem Gewissen!



7. Plane deine Woche bis ins Detail


Ich war auch schon vor den Kindern immer schon bestens organisiert und zeitlich gut aufgestellt. Die Selbstständigkeit erfordert aber noch ein wenig mehr Organisation, Planung und Genauigkeit.


Aus diesem Grund habe ich Möglichkeiten gesucht, wie ich meine einzelnen Wochen gut strukturieren und organisieren kann und dabei nicht auf mich und meine Bedürfnisse wie Sport, Freizeit, etc. vergesse.


Die Lösung ist ein von mir selbst entwickelter Wochenplaner, den ich über das All-In-One Tool Notion erstellt habe und der alles enthält, was ich für eine erfolgreiche Arbeitswoche und ausgewogene Work-Live-Balance brauche. Mit einem Wochenplaner geht das Prioritäten setzen fast wie ganz von alleine.


Wenn du an diesem Wochenplaner interessiert bist, kannst du ihn dir gerne hier kostenlos herunterladen:

8. Mittagsrunde um den Block


Eine liebgewonnene Angewohnheit ist ein schnelle Mittagsrunde um den Block wenn ich mal keine Lust auf Laufen & Schwitzen habe 😅 Kopfhörer rein, Podcast an und los gehts. Das ist für mich die schnellste und einfachste Art von Entspannung mitten im Tag.



9. Tools für ein besseres Zeitmanagement


Lass dir helfen! Und damit meine ich nicht Oma & Opa sondern Online-Tools 😅 Die Auswahl ist schier unglaublich, aber hier findest du meine Lieblings-Tools:


  • Notion All-In-One Workspace: Das genialste Tool aller Zeiten. Es ist extrem vielseitig und eine Mischung aus Trello, Evernote, Google docs, … Mit Notion kannst du ganz viele unterschiedliche textbasierte Inhalte erstellen und sie personalisieren.

  • Publer & Facebook Creator: Social-Media-Management-Tool

  • Google Workspace: Online-Festplatte

  • Doodle: Terminumfragen

  • Lastpass: Sichere Passwortverwaltung



10. Ändere deine Einstellung: von ich "muss" zu ich "darf"


Was ich gelernt habe: Alles ist eine Frage der Einstellung. Es ist ein großer Unterschied, ob du mit einer positiven oder negativen Einstellung durchs Leben gehst. Aufs Business bezogen versuche ich folgende Sätze zu verwenden:


Statt “Ich muss die Buchhaltung machen.” sage ich jetzt: “Yeah, heute darf ich meine Buchhaltung machen!”


Statt “Ich muss schon wieder einen Blogartikel schreiben.” sage ich jetzt: “Jep, heute darf ich wieder einen neuen Blogartikel fertigstellen!”


Du siehst, dass es gleich ganz klingt und das beste daran ist: Damit fällt es auch leichter, ungeliebte oder langwierige Dinge schneller zu erledigen und das wiederum führt zu weniger Stress im Alltag 😉



11. Ausmisten & Aufräumen wirken Wunder


Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Kopf raucht und ich einfach nicht mehr weiter komme dann mache ich etwas für dich vielleicht Ungewöhnliches: Ich höre auf zu arbeiten und räume einfach auf.


Alles, was herumliegt, wird wegschmeißen oder in die Laden verräumt. Tisch saubermachen, frische Blumen draufstellen, Lüften und den Raum verlassen und nach einigen Minuten wieder in das “saubere” Büro zurückkehren.


Das hilft wirklich!



12. Situation annehmen


Wenn alle meine Tipps nicht helfen, dann kann ich nur sagen:


Einatmen-Ausatmen-Situation annehmen-Weitermachen.

Stressige Zeiten gehen auch wieder vorbei. Wichtig ist nur, dass du dabei nicht auf dich vergisst!


Ich habe dir nun eine Reihe von Tipps gegeben, wie du gegen zu viel Stress im Alltag oder im Business vorgehen kannst, deshalb meine Frage an dich:


6 Vorteile in der Zusammenarbeit mit einer VA

Schreibe mir gerne in die Kommentare, was du planst für dich umzusetzen oder was du vielleicht jetzt schon umsetzt.



Bis bald und lass dich nicht stressen, liebe Business-Super-Woman!

Michaela ❤




 

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