Die 10 meistgestellten Fragen zu Content Recycling - und alle Antworten!

Aktualisiert: 14. Okt. 2021



Was ist Content Recycling? Brauche ich dafür ein System? Wie starte ich am besten? Diese und noch 7 andere Fragen zum Thema Content Wiederverwertung beantworte ich dir kurz und knackig zusammengefasst in meinem neuen Blogbeitrag.

 

1) Was ist Content Recycling?


Content Recycling oder Content Repurposing ist die Umwandlung von bestehenden Inhalten wie Blogartikel, Video oder Podcastfolgen in neue Formate. Die Inhalte bleiben grundsätzlich gleich - sie werden einfach in ein neues Outfit gesteckt und wieder neu ausgespielt.


Durch das strategische Einsetzen von Content Recycling kannst du mehr Reichweite und Website-Traffic erzeugen. In erster Linie sparst du dir aber viel Zeit und kannst dein Business somit auch nachhaltiger aufbauen.



2) Was kann ich überhaupt aus z.B. einem Blogartikel alles herausholen?


Zahlt sich ein Blog heutzutage überhaupt noch aus? Wenn es neben Video und Podcast so viele andere Möglichkeiten gibt, guten Content zu erstellen?


Meine Antwort ist ganz klar: Ja!


Ein Blog zahlt sich (immer noch) aus. Besonders spannend wird es aber, wenn du anfängst, deine Blogartikel strategisch wiederzuverwerten. Hier findest du einige Ideen und Vorschläge, um deinen Artikel richtig schön "auszuschlachten" 😉

  • Blogartikel als Video (mit oder ohne dir vor der Kamera) und in weiterer Folge kannst du das Video natürlich auch IN deinen Blogartikel stellen. Ein Beispiel ist der Artikel, den du gerade liest oder einer meiner älteren Beiträge.

  • Blogartikel als Podcast aufnehmen

  • Blogartikel in Infografiken verwandeln und auch diese direkt IN den Artikel stellen oder auf Social Media teilen

  • Blogartikel als Präsentation z.B. für LinkedIn oder SlideShare

  • Blogartikel als PDF z.B. für ein Content-Upgrade

  • Blogartikel als Newsletter

  • Blogartikel als Link in die E-Mail-Signatur

  • Blogartikel in Facebook-Lives besprechen

  • Blogartikel in kleine Social Media Häppchen verwandeln und passende Grafiken erstellen

  • Blogartikel mit Grafiken für Pinterest neu aufbereiten

Wie du siehst, ist die Auswahl sehr groß, wenn es darum geht, seinen Artikel wiederzuverwerten! Warum es so viel bringt, Content Recycling zu betreiben kannst du gerne hier nachlesen.

3) Wie geht Content Recycling am besten?


Content Recycling geht am besten, wenn du dein Content-Herzstück oder Haupt-Content bestimmt hast und du motiviert bist, diesen regelmäßig zu erstellen. Das können ein Blog, Video oder Podcast-Folgen sein.


Dieses "Masterpiece" ist wie geschaffen für die Wiederverwertung, weil du somit etwas "Großes" in viele kleine Dinge teilen kannst.


Das ist eine Möglichkeit.


Es ist natürlich auch möglich, das ganze umgekehrt zu machen: Du bist z.B. bekannt für deine tollen Newsletter - warum nicht 2 oder 3 zusammenfassen und daraus einen ausführlichen Blogartikel basteln?


Wiederverwerten kannst du in jedem Fall immer etwas - die Frage ist nur, wie strategisch du dabei vorgehen möchtest und was deine Content-Ziele sind!



4) Brauche ich ein System für die Wiederverwertung meines Contents?


Ein System zu haben ist immer gut! 😉 Spass beiseite, Content Recycling macht erst richtig Sinn, wenn du das ganze strategisch angehst! Und ja, dafür wäre ein System nicht schlecht. Dafür kannst du dir zunächst mal überlegen:

  • Was ist dein Content-Herzstück? (Blog/Podcast/Video)

  • Wie oft soll dieses Content-Herzstück erstellt werden? (jede Woche, alle zwei Wochen, monatlich?)

  • Welche Kanäle außerhalb deines Haupt-Kanals möchtest du sonst noch so bespielen (Social Media, Newsletter, ...)

  • Welche Formate gefallen dir gut und machen Sinn? (Infografiken, Fotos, PDFs, SM-Posts, Listen, Ratgeber, ...)

Ein geeignetes Tool für die Content-Wiederverwertung wäre z.B. Notion - hier kannst du meinen Artikel nachlesen.


Im Winter 2021 starte ich meinen Content-Recycling Powerkurs für Selbstständige. Du kannst dich jetzt schon unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen und ich sende dir alle Informationen zu, sobald es losgeht.



5) Wann starte ich idealerweise mit Content Recycling?


Die Wiederverwertung deiner Inhalte kannst du jederzeit starten - egal, ob du mit der Content-Produktion erst beginnst, weil du dein Unternehmen gerade gegründet hast oder du schon massenhaft Content hast, der auf deinen Kanälen herumschwirrt.


Ich würde sogar sagen: Je früher, desto besser!


Denn nur so kannst du von Anfang an deine mühsam (und das meine ich nicht negativ!) erstellten Inhalte bestmöglich ausspielen.

6) Ist Content Recycling nicht einfach nur Copy-Paste?


Hier meine klare Antwort: NEIN!


Content Recycling ist nicht einfach nur "abschreiben" und das sind die Gründe:

  • Niemand, ja wirklich niemand konsumiert ALL deine Inhalte

  • Content wird unterschiedlich konsumiert: die einen lesen (Blog), schauen (Video) oder hören (Podcast) lieber und das ist auch gut so!

  • Menschen müssen im Allgemeinen öfters dieselben Dinge hören oder sehen um sie zu verinnerlichen (siehe z.B. die 7-Kontakte-Regel)

Also, hier mein Appell an dich: Du darfst auch "faul" sein und aus deinem Content-Herzstück herausholen, was nur geht.


Für dein Mindset darfst du "faul" durch "strategisch" ersetzen 😉



7) Wie kann ich beim Content Recycling Zeit sparen?


Ganz einfach: Durch eine bessere Planung! 😉 Planung, Struktur & auch ein bisschen Organisation sind essenziell, wenn du bei der Content-Erstellung Zeit sparen möchtest.


Zunächst: Entscheide dich für dein Content-Herzstück.


Über welches Format möchtest du deine Kundschaft als allererstes erreichen?


Bei mir ist es mein Blog - und bei dir? Sind es YouTube-Videos oder gar Podcast-Folgen? Ausgehend von deinem wöchentlichen oder monatlichen "Meisterstück" kannst du nun anfangen, deinen Content zu recyceln.


Zur Zeitersparnis bei der Content-Erstellung möchte ich dir noch einige Tipps geben:

  • Trage dir deine Content-Tage in deinen Kalender ein! Diese Tage sind wie Kundentermine wahrzunehmen und wichtig für dich und dein Business.

  • Halte diese Termine auch ein und lasse dich nicht ablenken. Nütze dafür z.B. die Pomodoro-Methode.

  • #Batching ist der Content-Geheimtipp: Batching bedeutet also nichts anderes, als wiederkehrende Arbeiten im Content-Erstellungs-Prozess in einem Rutsch zu erstellen. Das könnte in etwa so aussehen:

  • Wenn dir das Blog schreiben leicht von der Hand geht, dann könntest du z.B. an einem Tag 2-3 Artikel erstellen. Genug Content für die nächsten Wochen! Chaka!

  • Planst du deine Social Media Posts ein? Dann versuche, alle Grafiken vorab in einem Durchgang zu erstellen und dann den Text - oder umgekehrt. Das ist sehr individuell.

  • Du schreibst mehrere Newsletter gleichzeitig und planst sie dementsprechend ein.


8) Welche Tools helfen mir beim Content-Recycling?


In der wunderbaren, weiten Welt des Internets und des Content-Marketings gibt es eine riesengroße Anzahl an Tools, die dir dabei helfen, deine Inhalte bestmöglich wiederzuverwerten.


Fangen wir einmal mit meinem Lieblingstool Notion an: Notion ist ein All-in-one Tool, quasi die Essenz aller bestehenden Tools wie Trello, Click-Up, Evernote, etc. Das Design ist sehr reduziert und deshalb auch sehr angenehm und bei den ersten Testversuchen wirst du dir denken: "Ähm, und jetzt?"


Wenn du aber erst einmal deine ersten Datenbanken gebaut und realisiert hast, wie mächtig Notion ist, dann wirst du dieses Tool nicht nur in deinem Business, sondern auch im Privatleben einsetzen.


Aber stopp - ich schweife aus! 😅


Jetzt wieder zurück zur Frage: Ich verwende Notion für die gesamte Content-Planung. In meinem Workspace habe ich einen Bereich zur Themenplanung und auch einen Content Recycling-Bereich erstellt - super praktisch und sehr hilfreich. Welche Tools ich noch für das Content-Recycling verwende, kannst du gerne in meinem letzten Blogartikel nachlesen!



9) Welche Formate können am einfachsten recycelt werden?


Im Grunde kann fast alles recycelt werden. Am einfachsten und mit dem größten Impact können aber Longform-Formate wiederverwertet werden. Unter Longform-Formate verstehe ich:

  • ausführliche Blogartikel

  • längere Videos

  • informative Podcastfolgen

Also Inhalte, die du einmal wöchentlich oder monatlich erstellst und von denen aus du deine Wiederverwertung starten kannst. Longform-Formate zeichnen sich durch eine ausführliche und sorgfältige Recherche aus, die mit vielen Punkten und Unterpunkten versehen sind und eine gute Struktur aufweisen.


Hast du erstmal dein Content-Herzstück erstellt, kannst du dann daraus deine Häppchen basteln - oder auch Content-Snacks wie Social-Media-Posts, etc...



10) Kann ich meine Inhalte alleine wiederverwerten - oder brauche ich Unterstützung?


Zu Beginn würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, deine Inhalte eigenständig wiederzuverwerten.


Warum?


Aus einem ganz einfachen Grund: Dabei siehst du selbst, wie viel Aufwand dahinter steckt, was dir bei der Content-Erstellung wichtig ist und was du überhaupt aus deinen Inhalten herausholen möchtest.


Wenn das Radl rennt (wie ich als Wienerin so schön zu sagen pflege 😀), dann kannst du dir (und solltest du auch) in jedem Fall Unterstützung holen. Das kann zu Beginn z.B. eine virtuelle Assistentin sein, der du einzelne Aufgaben übergeben kannst. Später kann sie natürlich auch mehr machen. Oder du arbeitest auch irgendwann einmal mit einer Content-Managerin zusammen.




Gibt es noch andere Fragen, die dir auf der Zunge liegen? Dann kommentiere gerne diesen Beitrag!


Alles Liebe,

Michaela ❤



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